Betrachtungen zum Barmherzigkeitssonntag

Betrachtungen zum Barmherzigkeitssonntag

Bildbetrachtung:
Caravaggio gilt als Pionier der italienischen Barockmalerei, die ganz Europa beeinflusst hat.

Zwei stilistische Neuerungen des Barock werden an diesem Bild deutlich.

Die Bewegung der agierenden Personen und das Spiel des Lichts.

Gerade der hell-dunkel Kontrast ist ein Effekt, den Caravaggio meisterhaft ausspielt.

Die Lichtquelle von links außerhalb des Bildes beleuchtet die dramatische Szene und
gibt den Körpern verstärkte Plastizität.

Unnötige Details verschwinden im Dunkel der Schatten.

Alles konzentriert sich auf das Wesentliche – die Berührung der Wunde Jesu.

Wie elektrisiert starren die drei Apostel darauf.

Das einfallende Licht akzentuiert die faltenreiche Stirn des zweifelnden Thomas.

Er legt nicht nur den „Finger in die Wunde“, er bohrt regelrecht hinein.

Der Skeptiker will hand-feste Beweise, will alles anfassen und greifen.

Tatsächlich lässt Christus dieses Testverfahren über sich ergehen.

Thomas bekommt die Chance und diese Gnade.

Wer ehrlich sucht, der findet.

Wer anklopft, dem wird geöffnet.

Caravaggio hat die Bekehrung genial inszeniert.

Diese Ostererfahrung als umfassende Aufklärung.

Vom Dunkel ins Licht.

Vom Skeptizismus zum stauendem Glauben: „Mein Herr und mein Gott!

Pfr. B.Gewers


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